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11. November 2022 | Garching
Workshop der AG eHumanities der Union der Akademien zum Thema
Geisteswissenschaftliche Forschungsdaten

Buber-Korrespondenzen Digital

Werkstattbericht

Akademie der Wissenschaften und Literatur | Mainz

Thomas Kollatz
CC-BY 4.0

Buber-Korrespondenzen Digital

BKD (2021-2045)

  • Korrespondenzpartner:innen: ca. 7,000
  • Korrespondenzen: ca. 41,400 Einheiten
  • 5,380 Archivmappen
  • Bilddigitalisate: 106,073 (Stand: 2022-11)
  • Zeitspanne: 1895-1965
  • Sprachen: 12
  • geographischer Raum: weltweit

🔗

Module

Acht thematische Schneisen

  1. JĂŒdische Renaissance – Kulturzionismus – PalĂ€stina/Staat Israel
  2. Religion(en) und Religionswissenschaft
  3. Dialogisches Denken – Religionsphilosophie
  4. Sprachphilosophie – Übersetzung – Bibelkommentar
  5. Herausforderungen an das Christentum und kritischer Dialog mit der christlichen Theologie
  6. Literatur – Kunst – Theater
  7. Politische Philosophie und Sozialphilosophie
  8. Philosophische Anthropologie – PĂ€dagogik – Psychologie/Psychotherapie

Konzeption

Differenzierte Erfassungstiefe realisiert mit TEI

type <correspDesc> <abstract> <text> % ✉
A ✅ ✅ ✅ 20 8,300
B ✅ ✅ 65 26,900
C ✅ 100 41,400

Transformation

Von Archivlogik zu Korrespondenzstruktur

Archiv (NLI) BKD06626 Weltsch, Felix
Archivmappen der NLI
BKD-Korrespondenz
3 Archivmappen 34 BKD-TEI-XML Dateien

tool: Googlespreadsheets

Von Mappen zu Korrespondenzeinheiten

Erfassungstabelle
  • Verlinkung mit Bilddigitalisaten
  • Identifikation von Korrespondenzeinheiten
  • Anreicherung mit Metadaten
  • Basis fĂŒr skriptgesteuerte XML-Generierung
  • Einwegtabellen

tool: eScriptorium

Transkriptionstool | HTR

Werkstattfrage

HTR

Welche Vor- und Nachteile bestehen zwischen verschiedenen HTR-Softwareprodukten. Synergien sind hier u.a. im Austausch/Teilen von HTR-Modellen zu erwarten.

<correspDesc>

InteroperabilitĂ€t – correspSearch – CMIF (Typ C)

<correspDesc 
    ref="https://bkd.adwmainz.net/correspondences/BKD06626/BKD06626.19271001.01.S">
 <correspAction type="sent">
  <persName key="P.0000001">Buber, Martin</persName>
  <placeName key="O.0000105">Heppenheim an der Bergstraße</placeName>
  <date when="1927-10-01"/>
 </correspAction>
 <correspAction type="received">
  <persName key="P.0005621">Weltsch, Felix</persName>
  <placeName key="O.0000165" evidence="conjecture" cert="high">Prag</placeName>
 </correspAction>
</correspDesc>

<text>

Volltext mit erwÀhnten Entities (Typ A)

<text><body><div type="content" xml:lang="de"><pb facs="#scan_3777989-10_0009" n="1"/>
 <opener>
  <dateline>Heppenheim <date when="1927-10-01">I.X.27</date></dateline>
  <salute>Sehr geehrter Herr Doktor –</salute>
 </opener>
 <p>Ich wĂ€re natĂŒrlich gern bereit, Herrn 
 <persName key="P.0005944">Dr. <lb/>Koydl</persName> zu schreiben; aber, wie 
 vortrefflich <lb/>er auch selber sein mag, sein 
 <name type="work" key="W.0000078.01.01">Buch</name> ist sehr <lb/>schlecht, noch 
 dazu in jener verschwĂ€rmten, <lb/>ĂŒberschwungnen Art, die mir schon an sich 
 <lb/>höchst bedenklich ist. Erweise ich ihm nun <lb/>wirklich einen 
 Dienst, wenn ich ihm das, wenn <lb/>auch in schonenderer Form, sage? FĂŒr manche 
 <lb/>Menschen ist doch das <q>Produktions</q>gefĂŒhl selber 
 <lb/>ein Halt, und wer es ihnen fraglich macht, erschĂŒt<lb rend="hyphen"/>tert 
 ihre Sicherheit – ohne ihnen dafĂŒr einen Ersatz <lb/>anbieten zu können.</p>
 <closer>
  <salute rend="inline">Herzlich grĂŒssend</salute>
  <signed>Ihr <lb/>Buber</signed>
 </closer></div></body> </text>

<abstract>

1. Pseudoregest (Typ A und Typ B)

<abstract>
 <list type="content">
  <item>Buber hat Vorbehalte gegen Karl Koydls Gedichtband "Phoenix-Kreise" 
    und lehnt daher Weltschs Bitte ab, Koydl seine EinschÀtzung zu schreiben.</item>
 </list>

<abstract>

2. EntitÀten statisch (Register)

<listPerson>
 <person><persName key="P.0005944">Koydl, Karl</persName></person>
</listPerson>
<list type="works">
 <item><name type="work" key="W.0000078.01.01">Koydl, Karl: Phoenix-Kreise</name>
 </item>
</list>
<list type="keywords">
 <item><name type="keyword" key="S.0000022">Werk-EinschÀtzung</name></item>
</list>

<abstract>

3. EntitÀten dynamisch (Relationen)

 <listRelation>
  <relation active="P.0000001" name="perceives" passive="W.0000078.01.01"/>
  <relation active="P.0000001" name="criticizes" passive="W.0000078.01.01"/>
 </listRelation>
</abstract>

ODD

One Document does it all

romabeta
romabeta
romabeta
romabeta
BKD hat gute Erfahrungen mit TEI-customizing mit ODD (one document does it all) fĂŒr Dokumentation und Schemaentwicklung gemacht. Mittlerweile wird die TEI-BKD ODD von den Editor:innen gepflegt. Auch hier bietet sich ein Austausch zwischen Editionsprojekten an.

Werkstattfrage

Metadaten

person BKD-key GND | wikidata
placeBKD-keygeonames | wikidata
Wir verknĂŒpfen Personendaten soweit möglich mit GND, Ortsdaten mit geonames. Wo dies nicht möglich ist, werden Wikidata-EintrĂ€ge angelegt. Insbesondere zu Organisation und Ereignissen gibt es kaum Normdaten. Welche Strategien verfolgen andere Vorhaben? Gibt es Alternativen zu wikidata? Als ĂŒberaus hilfreiches Werkzeug bei der Erschließung und Verwaltung der umfangreichen Metadaten erweist sich OpenRefine.

proof of concept

Von BKD-TEI-XML zu RDF und CIDOC-CRM

Buber-Herzl-relation
sparql_query
sparql
cypher_query
cypher

Praxisprojekt Linnaea Söhn: Buber und der Zionismus: Evaluation, Entwicklung und Erprobung eines generischen Datenmodells zur zionistischen Bewegung

  • Visualisierungen der Datenmodellierung
  • Dateien zur automatisierten Transformation der zugrundeliegenden in TEI-XML codierten Editionsdateien in RDF/XML mittels XSLT
  • extrahierte Tripel in den Serialisierungen RDF/XML und Turtle
  • VorschlĂ€ge fĂŒr SPARQL-Abfragen an die Daten

Werkstattbeitrag

lessons learned

Eine “lesson learned” des studentischen Praxisprojekts beispielsweise war, dass es ĂŒberaus sinnvoll ist “implizite”, d.h. in der Korrespondenz nicht ausdrĂŒcklich erwĂ€hnte EntitĂ€ten (“the elephant in the room”) explizit in den Metadaten (=Typ B) mitzufĂŒhren.

Praxisprojekt Linnaea Söhn: Buber und der Zionismus: Evaluation, Entwicklung und Erprobung eines generischen Datenmodells zur zionistischen Bewegung

proof of concept

Graphdatenbank als Analysetool

neo4j

Visualisation generated with the help of Andreas Kuczera

  • BKD fokussiert mehr auf die Relationen zwischen EntitĂ€ten 

  • 
 weniger auf Volltext (Transkription)
  • text möglicherweise weniger wichtig | nĂŒtzlich als die strukturierte Wiedergabe der Korrespondenzinhalte im abstract

proof of concept


 mehr Hackathon wagen 


Im Rahmen des studentischen Praxisprojektes, der Zusammenarbeit mit einschlĂ€gigen GraphdatenbĂ€nklern und des Hackathons “DH Jewish Studies” wurde und wird das relationale Datenmodell in einem recht frĂŒhen Projektstadium – extern – auf Belastbarkeit geprĂŒft. Diese PrĂŒfungen waren nicht wirklich eingeplant, eher glĂŒckliche FĂŒgung.
Die Erfahrung, dass Dritte, BKD-Daten, BKD-Relationen und BKD-Datenmodell im Prinzip verstehen und aus der abstrakten Auszeichnung der Relationen tatsÀchlich relevante Analysen und Visualisierungen ermöglichen, ist ein beruhigendes Feedback.
Positiv war auch, dass gegebenenfalls SchwĂ€chen des Modells frĂŒh erkannt werden und Anpassungen vorgenommen werden konnten.

BKD

team and friends

Vignette BKD

Editorik Susan Baumert (Jena), Heike Breitenbach (FFM), Francesco Ferrari (Jena), Denise Jurst-Görlach (FFM) Erfassungstabellen Rabea Freund-Biton, Christof MĂŒller Digitale Akademie Julian Jarosch, Thomas Kollatz, Lea MĂŒller-Dannhausen Projektleitung Martin Leiner, Christan Wiese Praxisprojekt Linnaea Söhn Neo4J Andreas Kuczera DH Jewish Hackathon AG Jewish Republic of letters